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23.-26 .November 2009
Berufsinformationstage
 
Altbäckermeister Kurt Wettengel mit Lehrerin und Schülern  
       

Berufsinformationstage

Bäckerinnung Mannheim beteiligt sich an den Berufsinformationstagen an der Bildungsakademie der Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald

„80% der Arbeit in der Backstube ist immer noch Handarbeit“

(bg). „Welche Zutaten braucht der Bäcker für die Herstellung eines Biskuitbodens?“ Da half kein noch so langes Raten und Diskutieren mehr, die Jugendlichen mußten sich an die weißgekleideten Fachkräfte, den Praktikum- und Berufsfeldleiter Werner Wolf und seinen Helfer, Altmeister Kurt Wettengel, wenden: „Eier, Wasser, Zucker, Vanillezucker, Mehl und Speisestärke“. Das kam von den erfahrenen Bäckermeistern wie aus der Pistole geschossen und mußte zum Mitschreiben für den Fragebogen noch einmal wiederholt werden. Die Bildungsakademie der Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald mit Sitz in Mannheim hatte Ende November zu ihren Berufsinformationstagen eingeladen. Hierbei können und sollen die Schüler der 7. bis 9. Klassen der Mannheimer Schulen sich über ihren möglichen Beruf informieren, sie können mit Meistern und Auszubildenden reden und sich ein erstes Bild verschaffen. Die Bäckerinnung Mannheim Stadt und Land war an der Bildungsakademie mit dem Leiter der überbetrieblichen Ausbildung, Werner Wolf, vertreten, der in seinem Schulungsraum an vier Tagen mehrere Hundert Schüler in kleinen Gruppen im Viertelstundentakt empfing. Unterstützt wurde er jeweils von einem Bäckermeister, so am letzten Infotag von Altmeister Kurt Wettengel. Noch vor Beginn des Schüleransturms gab es jede Menge Vorbereitung zu treffen. „Bäcker zu sein bedeutet mehr, als nur Mehl, Wasser, Salz und Hefe zu einem Teig verarbeiten zu können“, so Werner Wolf zu seinen jungen Gästen. Immerhin gibt es in Deutschland rund 15.000 handwerkliche Bäckereien und die stellen in einer weltweit gefragten Vielfalt über 300 Sorten Brot, 1200 Sorten Kleingebäck und feine Backwaren täglich frisch her, so seine weiteren Ausführungen. Jetzt war die Aufgabe, den Schülern einen praktischen ersten Einblick in das Handwerk zu geben. Der Teig war schon vorbereitet und unter Anleitung wurde eine lange Teilschlange gerollt und zu einem Bretzel geformt. Auch wenn die schwere körperliche Arbeit im Bäckerhandwerk der Vergangenheit angehören, „sind rund 80% der Arbeiten in einer Backstube Handarbeit“, erklärte Meister Wolf. Mit dabei hatten die Schüler den oben genannten Fragebogen, der später in den Schulen gemeinsam mit den Lehrern ausgewertet wurde. „Das war teilweise eine Hektik wie in einer richtigen Backstube“, so Kurt Wettengel abschließend, dem die Arbeit mit den Schülern viel Spaß machte. Um die Zukunft des Bäckerhandwerks braucht man sich vorerst noch keine Sorgen zu machen, denn die qualifizierte Aus- und Fortbildung liegt an der Bildungsakademie Mannheim in guten Händen.

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